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Докси-ПЕП

Докси-ПЕП

Was derzeit über die Prävention sexuell übertragbarer Infektionen bekannt ist

Doxy-PEP (Doxycyclin Post-Expositions-Prophylaxe) ist ein relativ neues Konzept zur Vorbeugung bestimmter bakterieller sexuell übertragbarer Infektionen (STI). Nach einem sexuellen Risikoereignis wird einmalig Doxycyclin eingenommen, um das Infektionsrisiko zu senken. Internationale Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse – allerdings nicht für alle Infektionen und nicht für alle Personengruppen.

Erfahren Sie, wie Doxy-PEP funktioniert, für wen die Anwendung derzeit empfohlen wird und welche Grenzen diese Form der Prävention hat.

Докси-ПЕП, Доксициклин, сексуално преносива инфекција (СПИ/СТД), Апотека Јохан Штраус, Беч
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Was ist Doxy-PEP

Doxy-PEP bezeichnet die Post-Expositions-Prophylaxe mit Doxycyclin nach einem sexuellen Risikoereignis. Dabei werden einmalig 200 Milligramm Doxycyclin möglichst früh nach ungeschütztem oralem, vaginalem oder analem Geschlechtsverkehr eingenommen – idealerweise innerhalb von 24 Stunden, spätestens jedoch innerhalb von 72 Stunden. Mehr als 200 Milligramm innerhalb von 24 Stunden sollten nicht eingenommen werden. In Österreich erfolgt die Anwendung derzeit außerhalb der zugelassenen Indikation (Off-Label-Use) und ausschließlich nach individueller ärztlicher Beratung.

Wichtig ist: Doxy-PEP dient nicht der Behandlung einer bereits bestehenden sexuell übertragbaren Infektion, sondern soll das Risiko einer Neuinfektion mit bestimmten bakteriellen Erregern verringern.

Gegen welche STI wirkt Doxy-PEP

Nach aktuellem Wissensstand ist die Wirksamkeit von Doxy-PEP vor allem für Syphilis und Chlamydien-Infektionen gut belegt. Mehrere große randomisierte Studien zeigen, dass Doxycyclin das Risiko für:

  • Syphilis um mehr als 70 %
  • Chlamydien um mehr als 70 %
  • Gonorrhö um etwa 50 %

senken kann.

Die Wirksamkeit gegen Gonorrhö ist jedoch deutlich unsicherer. Der Grund dafür sind regionale Unterschiede bei den Antibiotikaresistenzen. In Österreich weisen Gonokokken bereits häufig Resistenzen gegen Tetrazykline auf. Deshalb ist nach Einschätzung österreichischer Fachgesellschaften kein zuverlässiger Schutz vor Gonorrhö zu erwarten.

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Doxy-PEP: Für wen kommt die Anwendung infrage?

Eine allgemeine Empfehlung für alle Menschen mit sexuellem Risiko gibt es derzeit nicht. Nach den aktuellen Empfehlungen der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kann Doxy-PEP nach gemeinsamer ärztlicher Entscheidungsfindung insbesondere für folgende Personengruppen sinnvoll sein:

  • Мушкарци који имају секс са мушкарцима (МСМ)
  • trans Frauen
  • Personen, bei denen innerhalb der vergangenen zwölf Monate bereits eine bakterielle STI diagnostiziert wurde

Doxy-PEP: Empfehlungen in Österreich

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Doxy-PEP inzwischen bedingt für diese Gruppen und sieht den größten Nutzen bei Menschen mit wiederkehrenden bakteriellen STI, insbesondere Syphilis. Die österreichischen Fachgesellschaften ÖAG und ÖGSTD empfehlen derzeit einen noch zurückhaltenderen Einsatz. Doxy-PEP kommt hier vor allem für Männer, die Sex mit Männern haben, sowie trans Frauen mit HIV oder unter HIV-PrEP infrage – und auch dort nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung. Für cis Frauen, heterosexuelle Männer, trans Männer und andere Bevölkerungsgruppen reicht die wissenschaftliche Evidenz derzeit nicht aus, um eine allgemeine Empfehlung auszusprechen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen sind bekannt?

Wie jedes Antibiotikum kann auch Doxycyclin Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen:

  • Übelkeit und andere Magen-Darm-Beschwerden
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilität)
  • Reizungen oder Entzündungen der Speiseröhre, insbesondere bei unzureichender Flüssigkeitsaufnahme

Darüber hinaus diskutieren Fachgesellschaften mögliche langfristige Auswirkungen auf das Mikrobiom sowie die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen. Diese Fragen werden derzeit intensiv wissenschaftlich untersucht.

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Doxy-PEP ersetzt keine umfassende STI-Prävention

Auch wenn Doxy-PEP das Risiko bestimmter bakterieller Infektionen deutlich senken kann, ersetzt sie andere Schutzmaßnahmen nicht. Zu einer umfassenden Prävention gehören weiterhin:

  • Kondome und Safer-Sex-Strategien
  • Regelmäßige STI-Tests
  • Beratung zu sexueller Gesundheit
  • Impfungen gegen vermeidbare Infektionen (z. B. HPV oder Hepatitis)
  • HIV-PrEP oder eine optimale HIV-Therapie, wenn medizinisch angezeigt

Internationale Leitlinien empfehlen vor Beginn einer Doxy-PEP eine Untersuchung auf sexuell übertragbare Infektionen sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen – in der Regel alle drei bis sechs Monate.

Fazit zur Doxy-PEP

Doxy-PEP stellt einen vielversprechenden neuen Ansatz zur Vorbeugung bestimmter bakterieller sexuell übertragbarer Infektionen dar. Nach aktuellem Wissensstand profitieren vor allem Männer, die Sex mit Männern haben, sowie trans Frauen mit erhöhtem STI-Risiko. In Österreich erfolgt die Anwendung derzeit ausschließlich nach individueller ärztlicher Beratung und außerhalb der zugelassenen Indikation. Da Fragen zu Antibiotikaresistenzen und Langzeitfolgen noch nicht vollständig geklärt sind, sollte Doxy-PEP stets Teil eines umfassenden Präventionskonzepts sein und von regelmäßigen ärztlichen Kontrollen begleitet werden.

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Beratung in der Johann Strauss Apotheke Wien

Sie haben Fragen zu Doxycyclin, HIV-PrEP oder zur Vorbeugung sexuell übertragbarer Infektionen? Wir beraten Sie diskret zu Arzneimitteln, deren richtiger Anwendung sowie zu allgemeinen Maßnahmen der STI-Prävention. Für die Entscheidung über eine Doxy-PEP und die notwendige medizinische Begleitung ist eine ärztliche Beratung erforderlich.

Häufige Fragen zu Doxy-PEP

Ist Doxy-PEP in Österreich zugelassen?

Nein. Die Anwendung erfolgt derzeit als Off-Label-Use und sollte ausschließlich nach ärztlicher Beratung erfolgen.

Schützt Doxy-PEP vor allen Geschlechtskrankheiten?

Nein. Die beste Wirksamkeit besteht gegen Syphilis und Chlamydien. Gegen Gonorrhö ist der Schutz insbesondere in Österreich aufgrund häufiger Antibiotikaresistenzen eingeschränkt. Gegen Virusinfektionen wie HIV, Herpes, HPV oder Hepatitis wirkt Doxycyclin nicht.

Kann Doxy-PEP Kondome ersetzen?

Nein. Doxy-PEP ist lediglich ein ergänzender Baustein der STI-Prävention und ersetzt weder Kondome noch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

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