Allergiesaison 2026 in Österreich
Saisonstart und Prognose
Die Allergiesaison 2026 wird laut Expert*innen intensiver als im Vorjahr. Schon im Spätwinter blühen Hasel, Erle und Birke, erkennbar an vielen Kätzchen. Kurze warme Phasen im Frühjahr lassen den Pollenflug rasch ansteigen, wodurch schnell Spitzenbelastungen auftreten können. Die MedUni Wien und das Gesundheitsministerium Österreich betonen, dass insbesondere Frühblüher viel Pollen produzieren:
- Hasel: Heuer zeigen Haselnüsse einen überdurchschnittlichen Besatz mit Kätzchen. Ab etwa 5 °C kann der Pollenflug der Hasel schnell einsetzen.
- Erle: Mehrere Erlenarten blühen zeitlich versetzt: Die Purpurerle ist schon verblüht, die Grauerle blüht bereits, die Schwarzerle folgt später. Bei Erlenpollenallergie sollten Allergiker*innen Auenwälder wie an der Donau vorerst meiden.
- Birke: Auch die Birken tragen deutlich mehr männliche Blühstände als im Vorjahr. Ob der Birkenpollenflug stark wird, hängt allerdings maßgeblich vom Wetter im März ab.
- Gräser: In Mitteleuropa liegt die Hauptblütezeit der Gräser zwischen Mai und August, der Höhepunkt wird meist im Frühsommer erreicht. Die Graspollensaison dominiert den Hochsommer – gerade für viele Allergiker*innen bedeutet das die längste und höchste Belastungsphase des Jahres.


Was bedeutet das für Betroffene?
Für Allergiker*innen beginnt die Saison oft mit den ersten warmen Frühlingstagen. Typische Symptome sind Niesen, eine juckende oder verstopfte Nase sowie tränende, gerötete Augen; in schweren Fällen können Husten und Atembeschwerden auftreten. Durch den Klimawandel blühen Hasel und Erle schon im Jänner, die Pollensaison startet früher und dauert länger, was zu mehr Tagen mit Beschwerden führt. Kreuzreaktionen auf verwandte Pollenarten oder bestimmte Lebensmittel wie Haselnüsse und Äpfel verschärfen die Symptome. An warmen, windigen Tagen steigt die Belastung schnell, während kühle Regentage vorübergehend Linderung bringen.
Praktische Tipps aus der Apotheke für die Allergiesaison 2026
Bereits eine frühzeitige Vorbereitung kann die Beschwerden während der Allergiesaison deutlich verringern. Mit der richtigen Strategie aus Medikamenten, kleinen Alltagsanpassungen und Pollenbeobachtung können Betroffene ihre Symptome deutlich lindern. Dazu gehören unter anderem folgende Maßnahmen:
- Therapie frühzeitig beginnen: Expert*innen empfehlen, antiallergische Medikamente bereits einige Wochen vor dem Saisonhöhepunkt einzusetzen. Viele Präparate benötigen einige Tage, bis sie volle Wirkung entfalten. Ein früher Beginn kann daher den Beginn des Beschwerdepeaks abmildern.
- Geeignete Medikamente einsetzen: Moderne, nicht sedierende Antihistaminika in Tablettenform oder als Nasen- bzw. Augentropfen lindern Niesen, Juckreiz und tränende Augen. Entzündungshemmende Kortison-Nasensprays mindern zuverlässig die Nasenschleimhautentzündung. Augenärztlich getestete Augentropfen helfen gezielt gegen gerötete, juckende Augen.
- Pollenflug-Informationen nutzen: Pollenflug-Apps und regionale Warn-Services geben tagesaktuell Auskunft über die Belastungslage. An Tagen mit sehr hoher Pollenbelastung können Sie Ihre Aktivitäten anpassen – z.B. Spaziergänge, Gartenarbeit oder Sport im Freien verschieben oder auf windstille und regenreiche Zeiten warten.


Wie wir als Apotheke unterstützen
Wir begleiten unsere Kund*innen durch die gesamte Allergiesaison und sorgen dafür, dass Beschwerden bestmöglich gelindert werden. Mit individueller Beratung, passenden Produkten und praktischen Tipps helfen wir, den Alltag trotz Pollenbelastung angenehmer zu gestalten. Dazu gehören unter anderem folgende Leistungen:
- Beratung zur Medikation: Wir klären Sie über Wirkstoffe, Anwendungsformen und mögliche Wechselwirkungen auf. Zum Beispiel zeigen wir, welche Antihistaminika oder Nasensprays rezeptfrei erhältlich sind und wie sie richtig angewendet werden. Eine gute Beratung hilft, die Medikamente gezielt und sicher einzusetzen.
- Nasenspülungen: Viele Betroffene schwören auf regelmäßige Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung. In der Apotheke erklären wir, wie Sie damit Pollen und Schleim schonend aus den Nasengängen entfernen können. Dies befeuchtet die Schleimhäute und reduziert die Pollenmenge, die in den Körper gelangt.
- Allergiespezifische Immuntherapie: Wir informieren über die Hyposensibilisierung, eine ursächliche Therapie gegen Pollenallergie. Diese spezifische Immuntherapie wird über mehrere Jahre hinweg durchgeführt und ist die einzige Methode, die die Allergieempfindlichkeit dauerhaft senken kann. Sie ist insbesondere für Patient*innen mit starken Symptomen geeignet und muss fachärztlich geplant werden.
- Ärztliche Abklärung: Zeigen Symptome trotz der Maßnahmen keine Besserung oder sind unklar, empfehlen wir den Besuch bei Allergolog*innen (z.B. Allergiezentrum Wien West). Ein Pricktest oder ein Bluttest kann aufdecken, gegen welche Pollenarten Sie genau allergisch sind. Mit diesem Wissen lässt sich die Therapie weiter optimieren.









